Bob Team Markus Hungerbühler    Erlebnisberichte    

 

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Saint Moritz Bobsleigh Club

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Erlebnisberichte von zwei Bobneulingen......

Beat Zimmermann

Ein Wahnsinns Erlebnis........

Am Freitag dem 19. Februar hatte ich die grosse Ehre mit dem erfahrenen Bobpiloten Markus Hungerbühler die Bobbahn St. Moritz hinunter zu düsen. Ein wahrhaft unvergessliches Erlebnis. Dieses begann für Markus und mich bereits cirka 2 stunden vor der ersten Trainingsfahrt als es galt den Bob für die Fahrt vorzubereiten. Dies bedeutet zuerst mal den Transport im Lieferwagen bis zum Start der Bobbahn und dem ausladen (so ein Bob ist kein leichtes Sportgerät). Weiter hiess es die Transportkufen zu demontieren und die Rennkufen zu montieren. Dann umziehen, einlaufen und dann die Phase der völligen Konzentration für den Piloten. Alles in allem eine riesige Vorbereitung, welcher man sich als Laie gar nicht bewusst sein kann, wenn man den Bobsport nur aus dem Fernsehen kennt.

Dann endlich der Start des Trainings. Bestens instruiert durch Markus, betrat ich erstmals das Eis der Bahn. Ein etwas merkwürdiges Gefühl das erste mal mit den Nagelschuhen auf dem Eis zu stehen. Die erste Fahrt: Markus mutet mir nur wenig Schritte Anlauf zu. Alles klappt wunderbar, auch der Einstieg in den Bob. Nun heisst es Beine anziehen, Kopf zwischen die Beine und feste am Bob festhalten. Ruhig sitzen. Die Fahrt ist rasant, es rumpelt und schüttelt. Ein grossartiges Gefühl sind die Steilkurven, hat man doch das Gefühl dass man den Kopf schon bis zum Anschlag eingezogen hat, wird man in diesen Kurven eines besseren belehrt. Herrlich wie es einem, durch die Fliehkräfte, förmlich in den Bob hinein drückt. Im Ziel dann der Bremseinsatz.... klappt prima auf Anhieb. Ein absolut grossartiges Gefühl!!! Die wahrscheinliche rasantesten 1:14 minuten in meinem bisherigen Leben. Man verliert jegliches Zeitgefühl bei der ersten Abfahrt.

Bei der zweiten Abfahrt geben wir beim Start schon alles.... auch dies macht riesig Spass.

Eine solche Fahrt ist absolut jedem zu empfehlen der auf Geschwindigkeit steht. Ich hoffe für mich war es nicht das letzte mal.

Ich möchte mich auf diesem Weg auch nochmal ganz herzlich bei Markus Hungerbühler für das riesen Erlebnis in der Bobbahn St. Moritz bedanken.

Andre Grünwald

Guet! und ......
Es ist Donnerstag, 11. Februar 2010, 21:45 Uhr. Eiskalt ist es am Bahnhof in Samedan. Dunkel. Die Luft klar und rein.
Lange habe ich auf den Tag gewartet, der morgen vor mir liegt. Durch die dunkle Nacht nähert sich mir ein Lieferwagen und hält direkt vor mir an. Markus Hungerbühler, Bänkler und Bobpilot, ruft mir ein fröhliches Allegra entgegen. Schnell eingestiegen und die wenigen Minuten nach Pontresina sind verflogen. Ich steige aus dem Lieferwagen, öffne die Schiebetür.
Da steht er nun also vor mir. Im Dämmerlicht der Innenbeleuchtung betrachte ich das grüne Geschoss. Augenblicklich beginnt mein Herz schneller zuschlagen und eine leichte Schauer fährt über meinen Rücken.

Kurze Zeit später bin ich mit Markus in seinem Studio und ziehe mir zum ersten mal in meinem Leben "Nagelschuhe" an. Diese passen wie angegossen und auch der zur Verfügung gestellte Helm und der Rückenpanzer sitzen einwandfrei. Alles gut verstaut in einer Sporttasche geht es zurück nach Samedan.

Was folgt ist eine unruhige Nacht, wenig Schlaf, viele Gedanken und eine doch immer grösser werdende Anspannung.

Today is the Day! Freitag, 12. Februar 2010, 06:45 Uhr. Markus Hungerbühler holt uns direkt beim Hotel ab und ab gehts nach St. Moritz zur Bobbahn. Die Bahn liegt still und in der Morgendämmerung vor mir. Andächtig betrachte ich den Start. Die Bahn neigt sich mehr als ich mir vorgestellt hatte. Nun folgt der technische Teil. Bob ausladen, in die "Box" schieben, Kufenschoner entfernen, Rennkufen montieren und dann das erste Probesitzen. Eng, ungewohnt, gefährlich, dies sind nur einige Gedanken die mir durch den Kopf schiessen. Danach geht es ab in die Umkleide. Hier finden die ersten Begegnungen mit den Junioren der Nationalmannschaft, der Junioren Skeleton Weltmeisterin und weiteren illustren Bobfahrern und Anschiebern statt. Alle nehmen mich sehr herzlich auf und ich fühle mich wohl. Nach einem Warm-Up und dem erklären des Startkommandos gilt es ernst.

Der Bob steht in der Bahn. Meine Hände ergreifen die Griffe des Bobs. Höchste Konzentration. Ich spüre nicht, dass es eigentlich eisig kalt ist. Ich bemerke die Zuschauer und die Zurufe nicht. Mein Blick ist auf die Startstrecke und die Ampel gerichtet. Grün. Wie abgemacht rufe ich laut Guet! Fast erschrocken über mich selbst und meine Entschlossenheit beginne ich den Bob zu bewegen. Ich höre wie Markus Hungerbühler ruft Und ...! Nun gilt es ernst ich schiebe was ich kann, sehe wie nach einigen Metern der Pilot vor mir reinspringt. Ich springe ebenfalls in den Bob, halte mich am Griff in der Mitte des Bodens und dann Kopf nach unten. Auf den ersten Metern ein leichtes ruckeln und holpern. Ist dies alles?

Tatsächlich ein Sport für Softies?! Dann plötzlich drückt mich etwas in den Bob. Obwohl ich meinen Kopf schon weit unten hatte wird er von einer Kraft wie ich sie noch nie erlebt habe heruntergedrückt. Ich kann nur noch flach atmen. Die Konzentration will schwinden. Nun gilt es durchzuhalten. Nach einigen kleineren Kurven in doch extremem Tempo drückt es mich noch zweimal mit aller Kraft in den Schlitten. Dann höre ich Markus rufen: Ziel. Dies ist mein Zeichen. Erst zögerlich, dann mit aller Kraft reisse ich an der Bremse. Der Bob kommt zum stehen, Markus steht bereits ausserhalb und ruft mir aufmunternd zu:
Los usstiege Grüeni! ;-).

Das war es also. Meine erste fahrt in einem Bob. Mit dem Lastwagen geht es wieder zum Start hoch. Ich hänge meinen Gedanken, Gefühlen und Emotionen nach. Die Zeit vergeht wie im Flug. Der zweite Run kommt und ist auch schon vorbei. Nun gilt es wieder Kufen abmontieren, Schlitten verladen und dann geht es zurück richtung Winterthur.

Was ich mitnehme? Ein unvergesslicher Tag, den mir Markus Hungerbühler und die Sponsoren seines Bobs ermöglicht haben. Vielen Dank Markus für
deinen tollen Einsatz und den einmaligen Tag.

"schlittle isch öpis für chind, bobfahre isch nur für die grosse chind ;-)"

André Grünenwald

 

Ausrüster:
ub sport, Import und Vertriebs GmbH. Wir sind spezialisiert auf den Import von Team-Sportbekleidung und beliefern ausschliesslich den Schweizer Sportfachhandel. Unsere Kooperationspartner sind Sporteinkaufsverbände wie Intersport und Fairplay.

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