Bob Team Markus Hungerbühler    Trainingslager SMBC in Igls    

 

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Saint Moritz Bobsleigh Club

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Trainingslager SMBC in Igls (A)

Imressionen aus dem Trainingslager
Link1 und Link2

Am Sonntag 29.November um 11 Uhr traf ich Markus Hungerbühler in Wädenswil am Bahnhof. Er wartete dort mit dem vollgeladenen Bobtransport auf mich. Mit tollen Gesprächen, interessanten Diskussionen und Musik verkürzten wir uns die Reise.

Im Hotel Walzl angekommen, transportierten wir unser Gepäck ins Zimmer und wagten erste Blicke auf die Bobbahn Igls. Markus und ich schauten uns den Eiskanal genau an. Noch konnte ich meine Gefühle nicht einordnen, doch die Vorfreude stieg.

Am Sonntagabend komplettierte Fabian Rhyner das Zimmer 110.

Erster offizieller Treffpunkt mit dem Bobsleigh Club St. Moritz war das Mittagessen um 12 Uhr.

Markus Hungerbühler startet jeweils am ersten Tag im Trainingslager vom Damenstart aus um sich an die Bahn zu gewöhnen.  Ich war nicht böse, dass wir es etwas gemütlicher angingen. Fabian und Markus zeigten mir wie der mechanische Teil beim Bobfahren funktioniert. Wir demontierten die Transportkufen und schraubten die Trainingskufen auf die Achsen.

Der erste Lauf wurde von manch einem Clubkollegen belächelt, da wir uns vom Damenstart versuchten. Bei meiner allerersten Fahrt durfte ich aufrecht im Bob sitzen. So konnte ich die ersten Kurven und die schöne Aussicht in vollen Zügen geniessen. 
Als wir im Ziel angekommen waren, gab mir Markus das Kommando zum Bremsen. Nun ging es mit dem LKW wieder zum Damenstart.

Zum ersten Mal spürte ich die Kräfte im Eiskanal,  aber ehrlich gesagt habe ich mir das schneller vorgestellt. Die Vorfreude auf den kompletten Lauf von Dienstag steigt ins unermessliche.

Nach dem zweiten Lauf von Markus und Fabian, liessen wir die Trainingskufen auf den Achsen und trugen den Bob zurück in den VW, welcher von der City-Garage in St.Gallen gesponsert wird.

Am Dienstagmorgen fuhr Fabian beide Fahrten mit Hungerbühler da er aus geschäftlichen Gründen wieder abreisen musste. Diese Chance nutzte ich für ein paar Fotos, da Olympia-Zweite Marcel Rohner und Martin Annen bei der Arbeit zu bestaunen waren.
Am Nachmittag galt es aber volle Konzentration meinem ersten kompletten Lauf. Ich war sehr nervös und meine Knie wurden weich. So einer Anspannung war ich noch nie ausgesetzt. Beobachtet von einigen Athleten drehten wir den Bob in die Anschiebe-Spur.

Mein Herz rast, meine Hände schwitzten und ich sehnte mich auf das Kommando von Hungi. Jetzt ging es los. Ich rannte was das Zeug hält. Hungi platzierte sich im Bob und ich sprang anschliessend auch auf meine Position. Erste Hürde habe ich mit Bravour gemeistert. Das Abrufen der eingeprägten Kurven und Passagen war unter der riesigen Anspannung kein einfaches Unterfangen, gelang aber im Verlauf des Kurses immer besser.
Der Berühmte „Kreisel“ naht, mein Griff verkrampft und plötzlich drückt es meinen Oberkörper zwischen die Knie. Enorme Kräfte wirken auf meinen Körper, es ist ein geiles Gefühl. Schon bald war ich gefordert den Bob am richtigen Ort zum Stillstand zu bringen. Noch zwei Kurven bis zur Tempomessung und Kurve 10 vor dem „Labyrinth“. Nach der rechts-links-rechts Kombination folge die Zielkurve. Dann rief Markus, dass wir im Ziel sind. Dieses Mal war der Bremser wesentlich mehr gefordert als gestern. Wir durften uns über den schnellsten Trainingslauf und Startzeit freuen.

Am Dienstagabend stiess Simon Landolt wiederum ein zweiter Anschieber zu uns. Nach einem gemütlichen Bier legten wir uns auch ins Bett.

Am Mittwochmorgen wollten wir den Bob bereitmachen für das Morgentraining, als Markus und ich feststellten, dass die Steuerung defekt war. Nach ein paar Schlüsselgriffen war der Fall klar, unser Steuerkopf war gebrochen. Nach ein paar Diskussionen, gingen wir gemeinsam mit dem verladenen Bob auf den Weg nach Cortina-Torinese. In Cortina angekommen suchen wir die Bob-Werkstatt. Wir warteten bis der Bob repariert wurde, anschliessend machten wir uns wieder auf den Weg nach Igls.

Spät am Abend kehrten wir zurück und legten uns bald ins Bett. Markus Hungerbühler hat mir einen Piloten für das Renntraining am Donnerstagmorgen organisiert, dass ich wenigstens noch zwei Fahrten machen konnte.

Am Donnerstagmorgen durfte ich gleich drei Mal starten, während Markus und Simon nur eine Trainingsfahrt absolvierten. Die Startzeiten wurden von Lauf zu Lauf immer besser, auch wenn die Anstrengung enorm gross war. Drei Trainingsläufe innerhalb von etwas mehr als einer Stunde, die Beanspruchung der Beinmuskulatur war riesig. Drei Mal hatten wir eine Top-Zeit unter 54.3 s.

Der Coppa Engiadina am Nachmittag sorgte für einen erfolgreichen Abschluss der Trainingswoche in Igls. Nach dem ersten Lauf lag Bobteam Hungerbühler auf Platz vier. Dank einer Leistungssteigerung durften sie den dritten Platz bejubeln.

Markus Gysel                                                                    Schaffhausen, 9.12.2009

 

Ausrüster:
ub sport, Import und Vertriebs GmbH. Wir sind spezialisiert auf den Import von Team-Sportbekleidung und beliefern ausschliesslich den Schweizer Sportfachhandel. Unsere Kooperationspartner sind Sporteinkaufsverbände wie Intersport und Fairplay.

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