Bob Team Markus Hungerbühler    Gysel und sein erstes Schwingfest    

 

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Markus Gysel und sein erstes Schwingfest

Am 24. Mai reiste ich nach Bachenbülach. Mit dem Brueder-Schwinget 2010 stand mein erstes Schwingfest in meiner Sportlerlaufbahn an.
Mit grossem Respekt trat ich um die Mittagszeit zur Einteilung der Schwinger an. Im ersten Gang wurde mir ein körperlich gleichwertiger Gegner zugelost.

Etwas nervös packte ich die Hosen meines ersten Gegners. Nach defensivem Abtasten legte der wesentlich routiniertere Schwinger los und schwang mich mit seinem ersten Schwung auf den Rücken.

Nach einer sehr kurzen Pause ging es direkt zum zweiten Zusammengreiffen. Ich war nicht bereit, vielleicht etwas müde und schockiert vom ersten Gang. Erneut ging ich zuerst in die Defensive. Nachdem ich einige Angriffe erfolgreich abwehren konnte, nahm ich das Zepter in die Hand und versuchte meinerseits den Gegner unter Druck zu setzten. Nachdem ich zu einem kurzen Schwung ansetzte, erwischte er mich auf dem falschen Bein.

Auch Hungerbühler war mit von der Partie um meine Einsätze zu beobachten. Dies freute mich sehr. Das gegenseitige Interesse auf privater und sportlicher Ebene ist gross. Wir harmonieren sehr gut und unterstützen uns gegenseitig.

Die zweite Niederlage bedeutete für mich, dass ich nun einen „leichten Gegner“ erhalte. Meine Kollegen forderten den ersten Sieg gegen einen ebenfalls jungen aber auch kleineren Gegner. Dieser Druck wirkte sich zu Beginn negativ auf meine Konzentration aus. Der Gegner konnte sich aus aussichtlosen Situationen befreien, aufgrund von unkonzentriertem Verhalten von mir. Doch nach knapp zwei Minuten konnte ich ihn erfolgreich auf die Schultern legen.

Mein erster Sieg, aber ich wollte mehr im vierten Gang. Nun ging es wieder gegen einen stärkeren Gegner ran. Nach ausgeglichenem Start konnte ich mich einige Male aus heiklen Situationen retten und meinerseits den zweiten Gegner besiegen.

Der fünfte Gang stand an und ich fühlte mich bereit und geladen für den nächsten Gegner. Ausgerechnet jetzt musste ich gegen einen Kranzschwinger antreten. Felix Stahel stand bereit im Sägemehl. Geschätzte zehn Jahre älter und mit wesentlich mehr Erfahrung griff er voller Selbstvertrauen gegen mich. Nach langem hin und her ohne Entscheidung, riskierte ich etwas mehr. Beinahe war es zu viel und ich rettete mich in Extremis gegen den sichtlich genervten Kranzschwinger. Nach fünf Minuten gab der Kampfrichter bekannt, dass der Kampf gestellt endet. Für mich war das eine grosse Genugtuung. Ich war stolz, dass ich den heissen Bedingungen trotzen konnte und diese Runde nicht verloren hatte.

Im letzten Gang gegen Mathias Braun habe ich mir unglücklich eine Muskelzerrung im Listenbereich zugezogen. Somit musste ich mich geschlagen geben.
Für  mich war es eine sehr wertvolle Erfahrung. Mit dem elften Schlussrang und 1.25 Punkte Rückstand auf die Auszeichnungen war ich nicht überglücklich aber das Resultat stimmte mich zufrieden. Meine Technik muss ich auf das nächste Jahr laufend verbessern. Mein Ziel ist es nächstes Jahr an einem Kranzfest für eine Überraschung zu sorgen.

Meine Verletzung machte sich am nächsten Tag richtig bemerkbar. Ich konnte mein linkes Bein kaum anheben. Die Schmerzen waren kaum auszuhalten und verhinderten weitere Vorbereitungen auf die Turnfestsaison.

SHVM 2010

Als kleinen Trainingswettkampf nahm ich an den kantonalen Verbandsmeisterschaften in Schaffhausen teil. Ich wollte feststellen, wie viel mein Körper leisten kann.
Mit 5.51m  im Weitsprung und 12.18m in Kugelstossen konnte ich zwei gute Noten über 8.4 für meinen Verein herausholen. Natürlich bin ich nicht in Topverfassung und den Weitsprunganlauf habe ich am Wettkampftag noch angepasst. Ich war glücklich darüber, dass ich überhaupt springen konnte und meinen Verein, TeeVau Wilchingen, unterstützte.
Wir starteten in insgesamt zwölf Disziplinen und durften acht Mal einen Podestplatz bejubeln, zwei davon als Kantonalmeister.

Auf weitere Wettkämpfe in diesem Jahr freue ich mich sehr.

 

Ausrüster:
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